21. April 2015

Life is a Ponyfarm – neue Stoffe, die Mädchenträume wahr werden lassen und ein Tutorial für ein Sommerröckchen für groß und klein!


Jaaa, ihr habt es schon geahnt: bei dieser speziellen Sonderwunsch-Kollektion für mein kleines Fräulein handelt es sich natürlich um nichts anderes als um Ponys und Pferde. Im Moment ist hier nämlich alles Pony oder Pferd. In echt so richtig mit Reitunterricht, auf der Koppel und im Stall abhängen, im Heu wühlen oder Ponys die weiche Mähne kraulen. Im Spiel als Schleich, Barbie oder Playmo, auf der Klamotte, als Bettwäsche – name it, she loves it!

Und dabei ist sie ja keine Ausnahme, denn Ponys – das ist so ein Mädchending. Und vielleicht ist es bei ihr auch genetisch bedingt, denn auch ich kann mich noch an die Pferdebilder erinnern, die meine Schulhefte, meine Wand über meinem Bett und meine Utensilien zierten. Die Ferienvormittage im Stall, an denen wir schon morgens um 6 Uhr aufgestanden sind, um ein paar Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren, nur um beim Stallausmisten helfen zu dürfen. Pferdeäppel, unser Parfum.


Top und Shirt Lotty von Ki-ba-doo; Top aus Lucky Horses dunkelrot

Und so ist es auch bei meinem kleinen Fräulein: sie liebt es schlichtweg. Und wenn sie – wie in der letzten Reitstunde geschehen – im zackigen Galopp das Gleichgewicht verliert, noch eine halbe Bahn am Hals ihres Ponys hängt, um dem dann direkt vor dessen Hufe zu fallen (dass ich fast einen Herzinfarkt bekommen habe, muss ich wohl nicht extra erwähnen?), steigt sie einfach wieder auf und probiert es nochmal.

„Das Leben ist kein Ponyhof“ heißt der schlaue Spruch, der nichts anderes bedeutet, als dass nicht immer alles im Leben aus friedlich grasenden Ponys auf sonnengefluteten Weiden, glücklichen Kindern am Lagerfeuer und dem Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde besteht. Für Kinder tut es das aber doch und das ist auch gut so. Genauso verträumt und unbeschwert, mit einer Extraportion Glück(sklee), sind die Ponys auf den neuen Stoffen: Life is a Pony Farm (eben doch!) und Lucky Horses. Und dazu gibt es noch fröhlich große Punkte: Happy Dots!

Wie die Stoffe für die Jungs werden auch die Ponys digital auf eine tolle Stretch-Jersey-Qualität digital mit Reaktivfarben gedruckt. Das verspricht nicht nur ein sagenhaft scharfes und detailgetreues Druckbild sondern auch gute Waschergebnisse.




Shirt Lina von Ki-ba-doo aus Happy Dots rosa und Kinderleggings Lilly von Pattydoo aus Life is a Ponyfarm blau


Alle Stoffe können ab sofort bei Hilco vorbestellt werden! Die Auslieferung erfolgt dann zusammen mit den Jungsstoffen Ende Juni.

Für alle, die am liebsten gleich loslegen würden, habe ich noch was ganz besonderes am Tutorial Tuesday: einen Rock mit Bund und Paspel vorne, Gummizug hinten und Taschen. Das Tolle daran: heute dürfen sich die Mutigen unter euch mal trauen, ohne Schnittmuster zu nähen! Quasi freestyle pattern cutting! Ich gebe euch ungefähre Angaben und ihr müsst nur ein bisschen messen. Und einfach zuschneiden!


Diesen Rock könnt ihr für alle Größen nähen, von Kleinkind bis Damengröße. Mit der Stofflänge und -weite müsst ihr bei den ganz kleinen und ganz großen Größen notfalls ein bisschen improvisieren.

Mein Beispielrock ist ca. Größe 128 bis 134. Für diese Länge (Seitenaht ca. 40 cm) benötigt ihr ca. 60 cm Stoff. Genäht habe ich den Rock aus Stretch-Jersey. Ihr könnt ihn aber auch aus Webware nähen.

Und das geht so:

Messt zuerst eure gewünschte Rocklänge. Zieht davon 3 cm ab (6 cm weniger für den Bund und 3 cm mehr für den Saum und die Nahtzugabe oben). Dann schneidet ihr einen Streifen mit genau dieser Höhe über die gesamte Breite eures Stoffes. Liegt der Stoff eher breit (ca. 160 cm) schwingt der Rock einfach etwas weiter. Aber auch ein eher schmnal liegender Stoff (120 cm) ist noch ausreichend für ein bequemes Tragegefühl.

Für kleine Größen (Kleinkinder) nehmt ihr vielleicht insgesamt nur 100 cm in der Breite. Für sehr große Damengrößen messt ihr am besten den Umfang eures bequemsten Rockes mit Gummizug oder Raffung im Bund und schneidet euch ein Vorder- und Rückteil mit jeweils der Hälfte dieses Umfangs.

Schneidet den Streifen in der Hälfte der Länge nach auf. Ein Teil ist nun euer Hinterteil, das legt ihr zur Seite. Das andere Teil ist euer Vorderteil. Hier schneidet ihr nun einen kleinen „Ausschnitt“. Da der Rock hinten ein bisschen länger sein muss als vorne (natürlich bedingt durch eines jeden Menschen Hinterteil ;)), macht man diesen Ausschnitt, der dann gemütlich unter dem Bauchansatz sitzt.

Dafür faltet ihr das Vorderteil in der Hälfte und schneidet freestyle vom Bruch aus einen kleinen Bogen bis zum Rand. Idealerweise setzt der Bogen im Bruch ca. 3 cm von der Oberkante aus an. Ihr solltet auch nicht erst nach unten schneiden sondern stetig ansteigend. Wer unsicher ist, malt sich den Bogen per Trickmarker einfach auf den Stoff. Ich nehme einfach den Rollschneider und schneide drauf los.

Eure beiden Teile im Bruch sehen dann ungefähr so aus:


Nun braucht ihr noch den Bund für vorne und den Bund für hinten. Der vordere Teil sollte in der Breite genau der Hälfte eures Bauchumfangs betragen. Habt ihr einen Bauchumfang von 80 cm (messt an der Stelle, wo ihr den Rock tragen wollt – also eher höher oder eher hüftig – ganz nach Belieben), ist euer vorderer Bund 40 cm plus Nahtzugabe breit.

Der Bund sollte ca. 6 cm hoch sein plus oben und unten Nahtzugabe. Den schneidet ihr nun auch wieder so schön rund, wie euer vorderes Rockteil. Hierfür schneidet ihr den Bund im Bruch am besten auf eurer Schneidematte und achtet darauf, dass die Mitte auch wieder ca. 3 cm tiefer sitzt, als die Außenkanten.


Vom vorderen Bund braucht ihr zwei identische Teile.


Für den hinteren Bund schneider ihr ein Rechteck aus, dass ca. 12 cm plus Nahtzugabe hoch und in der Länge eurem halben Bauchumfang mal 1,3 entspricht. Also bei 80 cm Bauchumfang ca. 52 cm. In den hinteren Bund wird dann noch ein Gummiband eingezogen.

Nun machen wir aber erstmal das Vorderteil fertig. Hierfür legt ihr beide Teile des vorderen Bunds rechts auf rechts aufeinander und schließt die obere Naht. Wer mag, kann noch eine Paspel mit einfassen, das sieht sehr hübsch aus.


Klappt beide Teile auf rechts und bügelt die obere Kante glatt. Nun markiert ihr mit einer Nadel die untere Mitte.

Euer Vorderteil wird nun an der oberen Kante auf die Breite eures Bunds gerafft. Hierfür näht ihr mit einer sehr großen Stichlänge zwei parallele Nähte an der oberen Kante (Abstand ca. Füßchen breit, Stichlänge 5). Markiert auch hier vor dem Raffen mit einer Stecknadel die Mitte. Zieht dann jeweils links und rechts an den Fäden der Vorderseite, bis ihr die Oberkante auf die Breite des oberen Bunds gerafft habt.



Nun legt ihr die offene (untere) Kante des vorderen Bunds rechts auf rechts auf die obere Kante des Vorderteils und schließt die Naht. Wer mag, kann auch hier noch eine Paspel mit einfassen.


Zieht die Raffungsfäden raus und bügelt den Bund vorsichtig glatt.


Nun kommt das Hinterteil dran. Auch hierfür rafft ihr die obere Kante auf die Breite eures hinteres Bunds (siehe oben). Schneidet euch nun ein breites Gummiband (Breite: die Hälfte eures Bauchumfangs ohne Nahtzugabe oder etwas weniger) zu, legt es genau mittig an die mittlere Kante eures hinteren Bunds auf die linke Seite und näht es mit ein paar senkrechten Stichen fest (siehe Pfeil übernächstes Bild). Das verhindert, dass das Gummiband im Bund verrutscht oder sich verdreht.


Nun klappt ihr den hinteren Bund der Länge nach links auf links, legt die offene Kante rechts auf rechts an die geraffte Kante des hinteren Rockteils und schließt die Naht. Zieht auch hier die Raffungsfäden raus, die eventuell unter dem Bund vorspitzen. Die Enden des Gummibands zieht ihr nun aus dem Tunnelzug heraus und steppt sie ganz kanppkantig fest, damit sie nicht mehr zurück rutschen können.


Nun schneidet ihr – wenn ihr wollt – noch Taschen zu. Dafür braucht ihr vier Stücke Stoff, ca.  20 x 23 cm groß. Legt immer zwei rechts auf rechts und schneidet euch so vier identische Taschenbeutel. Wenn ihr unsicher seid mit der Form. könnt ihr sie auch auf dem Stoff mit Trickmarker vorzeichnen oder ein Schnittmuster aus Papier anfertigen. Meine Taschen haben eine Eingriffhöhe von ca. 15 cm. Für kleinere Hände können sie natürlich etwas kleiner sein.


Nun markiert ihr an den Seite eures Vorder- und Hinterteils jeweils auf der gleichen Höhe, wo ihr die Taschen ansetzen wollt. Meine sitzen ca. 3 cm unterhalb der Bundnaht.


Dann legt ihr die Taschen immer rechts auf rechts an diese Markierung an den Seiten von Vorder- und Hinterteil und schließt die Naht von oben nach unten. Ihr näht also jedes der vier Taschenteile jeweils an eine Seite an.

Dann legt ihr Vorder- und Hinterteil des Rocks rechts auf rechts aufeinander, klappt die Taschen nach außen und schließt nacheinander: zuerst die Außennaht der Taschenbeutel, dann den oberen Teil der Seitenaht und dann den unteren Teil der Seitennaht. Dabei lasst ihr immer einen Zentimeter Platz zu dem Übergang, wo sich Tasche und Rockteil treffen. Wenn ihr das mit einer normalen Nähmaschine näht, die auch Ecken nähen könnt, könnt ihr das auch in einem Rutsch nähen. Mit der Overlock müsst ihr das aber nacheinander nähen und die Ecke speparat mit Geradstich.



Falls ihr Probleme habt, dass oben am Bund die beiden Teile nicht exakt aufeinander liegen, wenn ihr die Overlocknaht schließt, näht die beiden Teile vorher oben mit ein paar Stichen der normalen Nähmaschine fest. Das mache ich auch immer so. Gerade, wenn man mit Paspel näht, soll das schon schön aufeinander passen.

Nun dreht ihr alles auf rechts, säumt noch den Bund und näht an den Taschen mit einem ganz engen Zickzack- oder Knopflochstich eine kleine Sicherheitsnaht, damit die Taschen nicht aufreißen.


Hurra, ihr seid fertig! Ich freue mich, wenn ihr eure Nähergebnisse mit mir teilt! zeigt sie mir gern auf Facebook oder markiert mich auf Instagram mit #hamburgerliebesommerrock! Ich freu mich darauf!

Hamburger Liebe Sommerröckchen aus Lucky Horses ind blau kombiniert mit Lotty von Ki-ba-doo

20. April 2015

Cool Boys – wirklich lässige neue Designs, nicht nur für Jungs!

Foto rechts: Katrin Kindler, Finnleyswelt.de

Ihr habt euch so dringend Stoffe gewünscht, die man auch mal für größere Jungs – oder sagen wir mal lieber „größere Kinder – vernähen kann. Nachdem ich ja nun mittlerweile so einen Fast-Teenie zuhause habe, sitze ich also quasi am Puls der Zeit lach! Modetechnisch ist er zum Glück absolut experimentierfreudig und schert sich nicht viel um Konventionen. Er war noch nie der Typ, der  „nur blau“ oder „nur dunkel“ gewählt hat und mein cool boy hat auch überhaupt kein Problem mit Mädchenfarben. Er weiß nämlich, dass es auch ganz schön krass-coole T-Shirts in lila oder Neonpink gibt, die so richtig rocken. Er hat's gern lässig, bunte Hosen – am liebsten Jogging, Sneakers und Shirts mit großen Bildern drauf.

Vor einer Weile hab ich mal so ein bisschen mit dem Zeichentablett rumgespielt und habe versucht, Bilder von Tieren mit dem Zeichenstift nachzuzeichnen. Erstmal noch ganz ohne Hintergedanken. Den Pavian hatte ich euch damals schon auf Instagram gezeigt.

Und so entstehen oft die besten Ideen! Der Affe war irgendwie gelungen und mein Kind, dass mir zufällig über die Schulter schaute, meinte sofort „Ey Mama, kannst du daraus nicht einen Stoff machen?“. Ich so „Hmm, warum nicht? Welche Tiere sind denn noch cool?“ Er so: „Cro!“. Haha! Kennt ihr Cro? Den Rapper aus dem Ländle, der eigentlich Carlo Waibel heißt, nur mit einer Panda-Maske vor dem Gesicht seine Konzerte bestreitet und die Teenies und Fast-Teenies mit seinen Songs ordentlich in Wallung bringt? Läuft hier rauf und runter. Die Pandamaskehat sich mein Kind übrigens von seinem Taschengeld zusammen gespart, weil ich mich geweigert habe, soviel Geld für ein stinkendes Gummidingens auszugeben. Aber manchen Herzenswunsch muss man sich als Kind einfach erfüllen dürfen, da kann ich mich noch zu gut an meine eigene Kindheit erinnern.

Und ich gestehe, einen gewissen Einfluss auf das Design „Funky Panda“ kann man wohl nicht leugnen.

Funky Panda Sweat, Schnittmuster Bandito von Farbenmix

Dass die Stoffe durchaus auch Mädchen cool finden, haben meine Probenäherinnen bewiesen und auch mein kleines Fräulein war gleich Feuer und Flamme. Obwohl sie ihre eigenen kleine Kollektion bekam (dazu erzähle ich euch später mehr), hat sie sich gleich Shirts und Pullis und Röcke und was auch immer bestellt. Aber der Reihe nach.

Für meinen großen-kleinen Glücksritter und alle anderen coolen Jungs (und Mädchen) von begeisterten Nähmüttern, -patentanten, -omas oder -freundinnen gibt es nun als bald die drei Designs Cool Baboon (Pavian), Funky Panda (Panda, klar, oder?) und Cheeky Raccon (Waschbär). Jeweils eine Farbe auf Stretch-Jersey...


... und eine auf einen herrlich leichten Sommer-Sweat:



Die Drucke sind der Knaller, denn die Motive sind digital gedruckt. So gibt es keine Blitzer oder Farbverschiebungen mehr und die Motive sind bis ins feinste Detail r*ttenscharf gedruckt. Durch die Verwendung von Reaktivfarben sitzen die Farbpigmente nicht mehr nur auf der Faser obenauf sondern dringen in einem speziellen Verfahren nach dem Druck in die Faser ein. Somit waschen sich die Farben auch nicht so schnell aus, wie beim Rotationsdruck. Ich bin auf jeden Fall sehr begeistert von den neuen Drucken. Übrigens wird auch schon die Sweet Life Kollektion mit diesem Druckverfahren produziert.

Hier sind sie nochmal alle auf einen Blick:





Und wie schon gesagt: absolut auch für Mädchen geeignet!

Cheeky Racoon Jersey; Schnittmuster: Lina von Ki-ba-doo




Und für Knirpse sowieso!

Foto: Einchen, Doppelnaht

Foto: Julia Weiß, Mamigurumi
Meine Probenäherinnen haben wirklich super coole Sachen genäht, also nicht nur Shirts und Pillus und Jacken, sonder auch Sportbeutel, Unterbüxen (sind die nicht ultracool!?), Kissen etc..

Foto: Caro Götze, Draußen nur Kännchen

Foto: Tonia Stottmeier, Kleine Rotznasen

Foto: Doris Wohofsky, Dowo-Design

Foto: Doris Wohofsky, Dowo-Design 

Foto: Doris Wohofsky, Dowo-Design

Die vielen tollen Bilder meiner Probenäherinnen werde ich euch in der nächsten Zeit zeigen.

Die Stoffe sind für Händler ab sofort bei Hilco vobestellbar. Die Vorverkaufsphase wird nicht allzu lange dauern, denn die Stoffe sollen schon Ende Juni ausgeliefert werden.

Also hurtig hurtig, ihr Händler!

Ich für meinen Teil bin sehr zufrieden, denn ich habe zwei sehr glücklich Kinder. Was das Herz von meinem kleinen Fräulein im Moment höher schlagen lässt, zeige ich euch auch ganz bald. Also... dranbleiben!

Foto: Katrin Kindler, Finnleyswelt.de